Steven Gallop – seriöser Bass

Steven Gallop wurde in Brisbane (Australien) geboren. Nach einem Engagement an der Lyric Opera of Queensland wurde er 1990 an die Australian Opera in Sydney engagiert, wo er u.a. Rollen wie Masetto in „Don Giovanni”, Swallow in „Peter Grimes” und Theseus in „A Midsummer Night’s Dream” sang. 1992 gewann er den Sydney Aria Gesangswettbewerb, der ihm ein Auslandsstipendium ermöglichte.

1996 feierte Steven Gallop mit der Neuen Oper Wien in der Rolle des John Claggart in Brittens „Billy Budd” sein erfolgreiches Europa-Debüt. Es folgten zahlreiche Hauptrollen in der freien Wiener Opernszene, wo er sich schnell einen Namen für das zeitgenössische Repertoire machen konnte (A. Reiman – „Lear”, M. Brand – „Maschinist Hopkins”, W. Rihm – „Jakob Lenz”, T. Adés – „Powder Her Face”, N. Osbourne – „Terrible Mouth”, C. Cech – „Orfeo”, T. Pernes – „Zauberflöte 06″, J. Doderer – „STROM-Die Oper”, T. Dun – „Tea”, u.v.a). In Österreich sang er ausserdem unter Dennis Russell Davies im Wiener Konzerthaus (Offenbachs „Il Signor Fagotto”, Weills „The Firebrand of Florence”) und im Wiener Musikverein (Bernsteins „Songfest”) sowie im Rahmen der Wiener Festwochen und beim Festival Klangbogen Wien im Theater an der Wien. Er gastierte weiters an der Volksoper Wien („Szene Penthesilea – Ein Traum” und „Jazzmärchen”), an der Wiener Kammeroper (Uraufführung der Bühnenversion von „When She Died” von Jonathan Dove),  bei den Opernfestspielen im Stift Melk, wo er in zwei aufeinander folgenden Saisonen Philippe II. („Don Carlo”), Sparafucile („Rigoletto”), Mephisto („Faust”) und Peter Schlémil („Les Contes d’Hoffmann”) sang, und beim Opernfestival Reinsberg, wo er unter Martin Haselböck als Kaspar („Der Freischütz”) debütierte.

Daneben gastierte Steven Gallop auch an internationalen Bühnen, wie der Welsh National Opera, der English National Opera und dem Music Theatre Wales, wo er in der Uraufführung von „The Piano Tuner” von Nigel Osborne große Erfolge feierte. Es folgten seine vielbeachteten Debüts am Teatro Municipal Santiago de Chile als Swallow in Brittens „Peter Grimes” und an der Oper Frankfurt in Friedrich Haas’ Oper „Nacht”. Drei unterschiedliche Produktionen von Thomas Adès’ „Powder Her Face” brachten Steven Gallop von Wien nach Odense, Rom und Chicago sowie an die Tel Aviv National Opera, das Zagreber Konzerthaus, die Opéra Nantes, das Theater Winterthur und das San Carlo Teatro in Neapel. Weiters sang er Commendatore („Don Giovanni”) auf Tour durch England, und war als Bass-Solist in Verdis Requiem in der St. Edmundsbury Cathedral und der Arundel Cathedral zu hören. Mit der Rolle des Sarastro gab er sein erfolgreiches US-Debüt an der Eugene Opera, gefolgt von Mephisto („Faust”) mit Opera Notre Dame in Indiana und im März 2010 erneut mit Eugene Opera.

Seit der Saison 2008/09 ist er auch wieder regelmäßig in seiner Heimat Australien zu hören. Dort sang er Rollen wie Sir Giorgio („I Puritani”) und Bonze („Madama Butterfly”) mit der Melbourne Opera, Bonze mit der Opera Australia in Sydney, sowie Commendatore, Ariodante („Xerxes”) und zuletzt Achilla („Julius Ceasar”) mit der Victorian Opera. Im März 2011 kehrt er mit Sarastro an die Victorian Opera zurück.






Steven Gallop

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