Nicholas Hariades – Countertenor

Nicholas Hariades stammt aus London und erhielt seine Gesangsausbildung bei Michael Chance, Peter Harrison, David Wilson-Johnson, Claudia Eder und Felicity Palmer.

Sein Deutschland-Debüt gab er am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Mago Christiano in Händels „Rinaldo”, und seit dieser Zeit ist er regelmäßig auf den Bühnen Europas zu hören. In Wiesbaden gastierte er auch in Mauricio Kagels „Aus Deutschland” und in Ingomar Grünauers „Winterreise”. Weitere Engagements führten ihn als Orpheus in Glucks „Orpheus ed Euridice” zu den Herrnsheimer Schlossfestspielen nach Worms, als Ruggiero in Händels „Alcina” ans Stadttheater Hildesheim sowie als Ernesto in Haydns „Il Mondo della Luna” ans Opernhaus Zürich und zu den Haydnfestspielen Eisenstadt. Er coverte auch am Royal Opera House Covent Garden, unter anderem Nireno in Händels „Giulio Cesare” und Go Go in Ligetis „Le Grand Macabre”, eine Rolle, die er dann am Tiroler Landestheater in Innsbruck, an der Komischen Oper Berlin und zuletzt am Theater Bremen erfolgreich verkörperte. Am Tiroler Landestheater sang er weiters auch Arsace in Händels „Partenope” und am Opernhaus Halle gastierte er als Gandarte in Händels „Poro”. Für die Glyndebourne Touring Opera coverte er die Rolle des Little James in „The Last Supper” von Harrison Birtwistle und er sang im Hans Otto Theater Potsdam Leonidas in Wilhelmine von Bayreuths Oper „Argenore”. Die Partie wiederholte er in Folge dann in Glyndebourne und im Markgräflichen Theater Bayreuth. Mit dem Münchner Ensemble Cosi Facciamo interpretierte er Ottone in „L’incoronazione di Poppea” von Monteverdi und am Vorarlberger Landestheater feierte er als Puck in Purcells „The Fairy Queen” einen großen Erfolg bei Publikum und Presse.

Neben den Werken von Mauricio Kagel, Harrison Birtwistle und György Ligeti sang Nicholas Hariades auch in zahlreichen Ur- und Erstaufführungen: im Wiener Konzerthaus in „Vatermord” des aus China stammenden österreichischen Komponisten Shih, am Stadttheater Nordhausen in „Das Märchen der 672. Nacht” von Müller-Wieland, mit dem Münchner Kammerorchester in „Orfeus” von Volker Nickel, im Rahmen der Wiener Festwochen in „Strom – Die Oper” von Johanna Doderer unter Maestro Ulf Schirmer (die Rolle des Dionysos hat die österreichische Komponistin speziell für ihn komponiert) und am Brandenburger Theater in „Kleist” von Rainer Rubbert.

In den letzten Saisonen gastierte er erfolgreich an der Volksoper Wien (Oberon in „A Midsummer Night’s Dream” von Benjamin Britten), am Stadttheater Gießen (in Bachs „Magnificat” im Rahmen des Tanzstücks „Feiningers Fugen“ sowie in Händels „Messiah”) und mit der Opernbühne Bad Aibling (Titelrolle von Mozarts Frühwerk „Ascanio in Alba”).

Neben seiner Operntätigkeit feiert Nicholas Hariades auch auf den Konzertbühnen Europas große Erfolge. Er sang in der Alten Oper Frankfurt, in der Winchester Cathedral, in der Musikhalle Hamburg, bei den Schwetzinger Festspielen und den Festspielen für Alte Musik Utrecht. Sein Konzertrepertoire reicht dabei vom Barock (Händels „Messiah”, „Saul”, „Jephta”, Bachs „Johannes-Passion”, „Matthäus-Passion”, h-moll Messe, u.v.m.) bis in die Moderne (Carl Orffs „Carmina Burana”).



Nicholas Hariades

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