Marco Di Sapia – lyrischer Bariton

Marco Di Sapia eröffnet die Saison 2010/11 mit der Uraufführung von Cherubinis Oper „Koukourgi” am Stadttheater Klagenfurt, und kehrt an die Volksoper Wien unter anderem als Dr. Falke und als Danilo zurück. Weiters gastiert er am Opéra Théâtre de St. Étienne, der Opéra de Rouen sowie am Opéra Théâtre de Limoges als Belcore in „L’elisir d’amore”.

In den letzten Jahren war Marco Di Sapia viel in Frankreich und Österreich tätig. In 2009 folgte sein Debüt an der Volksoper Wien als Lord Cookburn in Aubers „Fra Diavolo”, eine Rolle, die er auch in der Wiederaufnahme sang. Weitere Rollen an dem Haus umfassten Dr. Falke in „Die Fledermaus“ und Reißteufel in „Antonia und der Reißteufel“ der neuen Kinderoper von Christian Kolonovits. Zwischen 2008 und 2010 sang er  Don Profondo in Rossinis „Il viaggio a Reims” in einer großen Tournee-Produktion, die ihn an zahlreiche französische Bühnen wie Reims, Bordeaux, Toulouse, Marseille, Nizza, Nancy und Montpellier führte. 2007 debütierte er an der Seite von Roberto Alagna in Massenets Oper „Le Jongleur de Notre-Dame” an der L’Opéra National de Montpellier, wo er auch in der Uraufführung von „Affaire Étrangère” mitwirkte und die Rolle des Jupiter in Offenbachs „Orphée aux Enfers” verkörperte. Gastspiele führten ihn weiters an die Opéra de Lyon, das Opéra Théâtre de St. Étienne und die Opéra de Toulon.

Sein professionelles Bühnendebüt erfolgte im Jahr 2000 als Sid in Brittens „Albert Herring” mit der Neuen Oper Wien. Es folgten zahlreiche weitere Engagements in zeitgenössischen Produktionen, bis er 2008 in der Uraufführung von „Eine Marathon-Familie” der serbischen Komponistin Isidora Žebeljan seinen größten Erfolg erzielte (Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen). Aber auch in der Operette war Marco Di Sapia erfolgreich; hervorzuheben sind hier vor allem seine Gastspiele an der Wiener Kammeroper als Pappacoda („Eine Nacht in Venedig”) und als Boris in „Moskau, Moskau”, der einzigen Operette von Dimitri Schostakowitsch, sowie sein Debüt als Danilo in „Die lustige Witwe” beim Operettensommer Kufstein.

Zu seinen gesungenen Partien im klassischen Opernrepertoire zählen unter anderem die Mozartrollen Papageno, Conte Almaviva, Guglielmo, sowie Don Giovanni und Leporello, welche er beide an der Mongolischen Staatsoper in Ulan Bator interpretierte. Weiters sang er Dottore Malatesta („Don Pasquale”) im Schlosstheater Schönbrunn, Figaro („Il barbiere di Siviglia”) beim Klassikfestival Schloss Kirchstetten, die Vier Bösewichte („Hoffmanns Erzählungen”) an der Städtischen Oper Stettin und Faninal („Der Rosenkavalier”) an der  Staatsoper Danzig. Im Wiener Konzerthaus konnte man ihn weiters als Plistene in Antonio Salieris Oper „La grotta di Trofonio” hören, und er gastierte an der Bukarester Nationaloper in „La Cenerentola”.

Der in Genua geborene Marco Di Sapia erhielt zuerst eine Schauspielausbildung in Rom, ehe er sich dem Gesang zuwandte. 1997 zog er nach Wien, wo er am Konservatorium im Hauptfach Sologesang mit Auszeichnung diplomierte. Zusätzlich hat er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in musikdramatischer Darstellung (Oper), sowie in Lied und Oratorium diplomiert. Er arbeitet regelmäßig mit Constantin Zaharia und Heidi Raymond.

Marco Di Sapia

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