Robert Chionis – Kavalierbariton

Robert Chionis wurde in Chicago, USA geboren. Er studierte am St. Louis Conservatory of Music und der University of Houston, wo er bereits Rollen wie Silvio in „I Pagliacci”, Ford in „Falstaff” oder Figaro in „Il Barbiere di Siviglia” sang.

Sein Debüt erfolgte an der Houston Grand Opera in der Welturaufführung von „The Passion of Jonathan Wade” von Carlisle Floyd, und kurz darauf sang er ausgewählte Mozart-Arien mit dem Houston Symphony Orchestra. Es folgten zahlreiche Engagements an amerikanischen Opernhäusern, unter anderem auch an der Santa Fe Opera, wo er viele Rollen des lyrischen Baritonfachs wie Aeneas („Dido and Aeneas”), Harlekin („Ariadne auf Naxos”), Albert („Werther”), Belcore („L’Elisir d’amore”), Papageno („Die Zauberflöte”), Demetrius („A Midsummer Night’s Dream”), Dandini („Cenerentola”) aber auch schon Conte Almaviva („Le Nozze di Figaro”) sang.

Sein europäisches Debüt gab Robert Chionis mit der Wiener Taschenoper als Tarquinius in Brittens „The Rape of Lucretia”. Der große Erfolg bei Publikum und Presse zog weitere Auftritte in zeitgenössischen Produktionen der freien Wiener Opernszene nach sich („Death in Venice”, „The 2nd Mrs. Kong”, „Lulu”), und er ließ sich daraufhin auch in Wien nieder. Im klassischen Opern- und Operettenrepertoire konnte er ebenfalls schnell Erfolge verbuchen. Er sang Eisenstein, Don Giovanni und mehrmals die Rolle des Graf Almaviva, unter anderem mit Opera Project Wien im Theater Akzent und im Stadttheater Steyr mit dem Originalklangorchester Concilium musicum Wien. Zunehmend eignete er sich immer mehr Rollen des Kavalierbaritonfaches an, sodass zu seinem heutigen Repertoire auch Ford, Conte di Luna, Posa, Wolfram und Escamillo. gehören. Weiters war er in Wien mit dem Musikverein LA PRIMA VOLTA als Athanaël („Thaïs”) und Zurga („Les Pêcheurs de Perles”) zu hören. Mit LA PRIMA VOLTA sang Robert Chionis auch den Ben in Gian Carlo Menottis Einakter „The Telephone”, und kurz darauf gastierte er mit derselben Rolle und als Mr. Gobineau in Menottis „The Medium” wieder in den USA, an der Chamber Opera Chicago unter Victoria Bond. Zuletzt konnte man ihn in Wien als Rob in der musikalischen Revue „Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut” hören, und  er  sang die Rolle des Wilhelm in der Oper „Die Sühne” des in Vergessenheit geratenen, österreichischen Komponisten Josef Wenzl-Traunfels in einer konzertanten Aufführung im Barocksaal des Alten Rathauses in Wien.

Konzerte führten ihn von St. Louis, Houston und Chicago bis nach Wien. Besonders seine Liederabende, wo er seinem Publikum auch immer unbekanntes und vernachlässigtes Repertoire präsentiert, sind ihm wichtiger Bestandteil seiner Karriere. So gelangten Lieder zeitgenössischer, amerikanischer Komponisten ebenso zu (Erst)Aufführung, wie Werke von Ernst Krenek, Kurt Weill, Benjamin Britten, Wilhelm Kienzl und Joseph Marx.


Robert Chionis

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