Jolene Auret McCleland – lyrischer Mezzosopran

Die aus Südafrika stammende Mezzosopranistin Jolene Auret McCleland studierte Gesang an der Universität von Stellenbosch, Südafrika bei Dragana Jevtovic und André Howard. Sie schloss das Studium 2001 mit einem Bachelor of Arts in Music mit Auszeichnung ab. In weiterer Folge studierte sie bei Ileana Cotrubas, Oliviera Lopes, Jorge Vaz de Cavalho und Liliana Bizinecke, ehe sie 2002 nach Wien kam, wo sie am Konservatorium der Stadt Wien an der Opernschule studierte. Im Sommer 2006 graduierte sie mit Auszeichnung. Zurzeit vervollständigt sie ihre Studien bei Colleen Rae Holmes in Wien. Jolene Auret McCleland gewann den zweiten Preis beim Gesangswettbewerb „Klassik-Mania” (2006) und den ersten Preis beim Internationalen Nico Dostal Wettbewerb (2008) in Wien.

Bereits in Südafrika war Jolene Auret McCleland in zahlreichen Produktionen zu hören. So sang sie unter anderem die weibliche Titelrolle in „Dido and Aenaeas”, Nicklausse in „Les contes d’Hoffmann”, Cherubino in „Le Nozze di Figaro”, Zerlina in „Don Giovanni”, Annio in „La Clemenza di Tito” und Dorabella in „Così fan tutte”. Mit dieser Rolle gab sie auch ihr Debüt in Europa in einer Produktion des Konservatoriums der Stadt Wien. Es folgten weitere Produktionen als Hänsel in „Hänsel und Gretel” im Theater Akzent in Wien und Ludmilla in „Die verkaufte Braut” im Stadttheater Baden, bevor sie mit der Musikwerkstatt Wien in der Europäischen Uraufführung von Tsippi Fleischers Oper „Cain and Abel” auf sich aufmerksam machte. Als „eindrucksvolle Sängerdarsteller” (Walter Weidringer, DIE PRESSE) gelobt, interpretierte sie die Rolle des zum Mensch gewordenen Lamm Kains. Danach sang sie im Theater Akzent Das Kind in Maurice Ravels Oper „L’enfant et les sortilèges”, Nancy in Brittens „Albert Herring” und ging als Zweite Dame in Mozarts „Zauberflöte” auf große Japantournee. 2006 wurde sie an die Volksoper Wien als Cherubino (Cover) engagiert, eine Rolle, die sie dann auch auf Tournee durch Japan gesungen hat. Davor konnte man sie allerdings beim Internationalen Klassikfestival auf Schloss Kirchstetten (Österreich) unter der Regie von Philipp Harnoncourt erneut als Dorabella hören. Im Dezember 2007 sang sie mit den Rosenheimer Sinfonikern (im Rahmen des Rosenheimer Rosenfestivals) sehr erfolgreich die Rolle des Hänsel – Regie führte wieder Philipp Harnoncourt. Mit dem Wiener Musikverein LA PRIMA VOLTA war sie in den letzten Jahren in so unterschiedlichen Rollen wie Dejanira in Händels „Hercules“, Siébel in Gounods „Faust“ und der Titelrolle von Offenbachs „Die Großherzogin von Gérolstein“ zu hören. Zukünftige Engagements mit LA PRIMA VOLTA umfassen u.a. die Rolle der Frau von Hufnagel in Henzes „Der junge Lord“ und Frasquita in Hugo Wolfs „Corregidor“.

Zahlreiche Auftritte als Konzertsolistin ergänzen das künstlerische Schaffen der jungen Sängerin. Große Erfolge feierte sie mit ihrem Liederabend im Schubert-Geburtshaus, mit Konzerten im Liechtenstein Museum Wien, wo sie unter anderem Joseph Haydns Kantate „Arianna a Naxos“ interpretierte, und mit einem Kammerkonzert anlässlich des 200. Geburtstages von Felix Mendelssohn-Bartholdy im Barocksaal des Alten Rathauses Wien. Auch im Bereich der Kirchenmusik ist Jolene McCleland sehr aktiv, und sang u.a. Mozarts „Krönungsmesse“ im Stephansdom und Mozarts „Requiem“ in der Karlskirche. Im Januar 2010 debütiert sie mit dem Schubertbund im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins.



Jolene Auret McCleland

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