Sanja Anastasia – dramatischer Mezzosopran

Sanja Anastasia stammt aus Serbien und studierte Musik an der Musikschule in Belgrad. Bereits im Alter von 18 Jahren wurde sie an das Nationaltheater Belgrad und danach ans Serbische Nationaltheater Novi Sad engagiert, wo sie kleinere, aber auch schon größere Partien ihres Faches, wie Cherubino in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ oder Fenena in Verdis „Nabucco“ sang. 1998 zog sie nach Österreich und komplettierte ihre Gesangsausbildung zunächst an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz und danach an der an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Sie ist Preisträgerin und Finalistin zahlreicher Gesangswettbewerbe, wie beim Internationalen Wettbewerb „Vincenzo Bellini“ in Italien (2004) oder zuletzt beim Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg (2007).

Erste Engagements führten die junge Künstlerin mit Händels „Agrippina” zum Festival Styriarte nach Graz und als Ruggiero in Händels „Alcina” ans Teatro di Cagno nach Bari. Am Theater im Palais (Graz) war sie als Cherubino, aber auch als Bastienne in „Bastien und Bastienne”, als Niklas in „Hoffmanns Erzählungen” und als Dorabella in „Così fan tutte” zu hören.  In Wien sang sie  Roméo („I Capuleti e i Montecchi”), Baba („The Medium”) und Giovanna („Anna Bolena”) an der Neuen Studio Bühne, Fuchs („Das schlaue Füchslein”) am Schlosstheater Schönbrunn, und sie wirkte in einigen Produktionen an der Volksoper Wien mit. Danach folgten Gastspiele bei den Wernigerode Schlossfestspielen (Flora in „La Traviata”), beim Žilina Musikfestival (Maddalena in „Rigoletto”), an der Cape Town Opera in Südafrika (Carmen), und sie sang Marcellina in „Le Nozze di Figaro” auf Tournee durch Japan. In der Saison 2007/08 gastierte sie erneut als Maddalena, diesmal beim Ohrid Summer Festival in Mazedonien, debütierte als Isabella in Rossinis „L’Italiana in Algeri” an der Mazedonischen Oper in Skopje, als Santuzza unter Karen Kamensek am Slowenischen Nationaltheater Maribor, sowie als Amneris beim Festival Gars am Kamp in Österreich. 2008/09 konnte man sie als Amneris und Herodias am Theater Aachen hören, sowie als Carmen mit dem Nationaltheater Košice (Slowakei) und der Nationaloper Sarajewo (Bosnien-Herzegowina). Weiters debütierte sie am Theater Erfurt in der Titelrolle von Tschaikowskys „Johanna d’Arc” unter Maestro Valéry Ryvkin, und beim Musikfestival Steyr sang sie erneut Carmen. 2009/10 begann mit ihrem Debüt als Ulrica („Un ballo in maschera”) am Mainfranken Theater Würzburg. Weiters sang Sanja Anastasia Amneris im Großen Festspielhaus Salzburg in der Tournee-Produktion der Staatsoper Prag, und sie debütierte unter den Auspizien der Amics de l’Òpera de Sabadell als Carmen in Spanien, sowie in der Türkei beim renommierten Aspendos Festival.

Konzerte führten Sanja Anastasia von Serbien über Kroatien und Slowenien bis ans Teatro dal Verme nach Mailand und an die L’Opéra de Nice. Weiters sang unter Yuri Simonow mit der Moskauer Philharmonie Prokofievs Kantate „Alexander Nevsky“ (Festival Prager Herbst), mit dem Brandenburgischen Orchester Ausschnitte aus „Don Carlos“ und „Carmen“ (Gala-Konzert auf Schloss Rheinsberg), sowie mit dem Belgrader Radio Symphonie Orchester Mahlers Achte, Mozarts Requiem und Krönungsmesse und mit dem Slowenischen Radio Symphonie Orchester Beethovens Neunte.







Sanja Anastasia

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