Heidi Manser – lyrischer Koloratursopran

Heidi Manser wurde in Wolfsberg (Kärnten) geboren. Sie absolvierte einen Vorbereitungslehrgang für Gesang an der Universität und darstellende Kunst bei Prof. Helga Wagner, bevor sie am Konservatorium der Stadt Wien Sologesang studierte (Konzertfach und Oper). Daneben nahm sie privaten Unterricht bei KS Gottfried Hornik, KS Edith Lienbacher und derzeit bei Colleen Rae Holmes in Wien. Weiters besuchte sie Meisterklassen bei KS Gundula Janowitz, KS Ernst Haeflinger und KS Prof. Walter Berry und ist Preisträgerin des internationalen Nico-Dostal-Gesangswettbewerbes 2000.

Besonders die Operette liegt der jungen Künstlerin seit Beginn ihrer Kariere sehr am Herzen. Mit Heinz Hellberg und der Operettenbühne Wien ging sie zunächst als Hannerl in Schuberts „Dreimäderl-Haus“, danach als Nené in Kreislers „Sissy“ auf große Europatournee. Im Laufe ihrer Karriere sang sie so unterschiedliche Rollen wie die Meisterin in „Peter und Paul im Schlaraffenland” von Franz Lehár (Lübecker Komödien-Theater), Sora in Millöckers „Gasperone“ (Düsseldorfer Operette), Adele („Die Fledermaus“), Lisa („Gräfin Mariza”), Christel von der Post in „Der Vogelhändler“ und erneut Nené, diesmal am Stadttheater Baden, wo sie im Winter 2008/09 auch in Fred Raymonds „Saison in Salzburg“ in der Rolle der Erika einen großen Erfolg feierte. Zuletzt sang sie die Gräfin in „Wiener Blut” (Oper Stettin, Parktheater Augsburg) und die Catarina Cornarini in „Die Seufzerbrücke” von Jacques Offenbach (Opernbühne Bad Aibling).

„Dabei konnte die gesanglich bestens geschulte Heidi Manser mit ihrem rund und weich geführten Sopran … überzeugen“. Mit diesen Worten bedachte „Das Opernglas“ Heidi Manser für die Darstellung der Lorette in der Opernrarität „Der Vampyr“ von Peter Joseph von Lindpaintner (Opernbühne Bad Aibling). Weitere Raritäten waren die Rolle des Röschen in „Hieronymus Knicker” von Carl Ditters von Dittersdorf, Hannchen in Lortzings „Die Opernprobe” (beide Opernbühne Bad Aibling), Carolina in Cimarosas „Die heimliche Ehe“ und Sofia in Rossinis „Signor Bruschino“ (beide Sommeroper Schärding).

Im klassischen Repertoire konnte Heidi Manser zahlreiche Erfolge als Olympia („Les contes d’Hoffmann“), Anna („Die lustigen Weiber von Windsor“), Oscar („Un ballo in maschera“), Marie („Die verkaufte Braut”), Gretel („Hänsel und Gretel“), Zerlina („Don Giovanni“), Königin der Nacht („Die Zauberflöte“), Susanna („Le nozze di Figaro“) und vor allem Blondchen („Die Entführung aus dem Serail“) – welches sie u.a. beim Lucerne Festival in der Schweiz sang – feiern. Aber auch in zeitgenössischen Opern-Produktionen war die vielseitige Künstlerin oft zu sehen. Sie sang in Philippe Boesmans’ „Wintermärchen“ (Neue Oper Wien), in Anthony Davis’ „Tania“ (Musikwerkstatt Wien) und zuletzt in Gerhard Schedls „Triptychon“ und Herbert Willis „Schlafes Bruder“ (beide Neue Oper Wien).

Neben zahlreichen Liederabenden (z.B. bei der Schubertiade) trat sie u.a. im Wiener Konzerthaus als Cherubino („Le nozze di Figaro“) und in der Musikhalle Hamburg mit der KlassikPhilharmonie unter Walter Gehlert auf. Zahlreiche Konzerte sang sie weiters mit der Donauphilharmonie Wien, mit der Jungen Philharmonie, den Bochumer Symphonikern und dem Plovdiv Philharmonic Orchestra – zuletzt sehr erfolgreich mit der Sopran-Partie in Carl Orffs „Carmina Burana“.



Heidi Manser

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