Julia Kamenik – lyrischer Sopran
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Julia Kamenik wurde in Wien geboren, wo sie nach dem Studium der technischen Chemie zunächst eine berufliche Laufbahn als Unternehmensberaterin einschlug. Parallel wurde ihre Stimme von privaten Gesangspädagogen, seit 1997 von Carol Byers, sowie auf diversen Meisterkursen (z.B. Thomas Quasthoff, Jean-Pierre Blivet, Kurt Widmer und KS Gundula Janowitz) ausgebildet. Julia Kamenik ist weiters Gewinnerin zahlreicher Preise bei internationalen Gesangswettbewerben, wie dem Belvedere-Wettbewerb in Wien und dem Gesangswettbewerb Ferruccio Tagliavini in Deutschlandsberg. Bereits während ihrer Ausbildung startete die Künstlerin eine rege Bühnentätigkeit durch die Mitwirkung an Produktionen in der freien Wiener Opernszene wie z.B. in „Stallerhof“ von Gerd Kühr oder als Gräfin in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“. Ihr Debüt im Operettenfach gab sie in der Titelrolle der „Madame Pompadour“ am Stadttheater Gießen, sowie an der Wiener Kammeroper in der Robert Stolz Operettengala. In der Saison 2001/2002 wurde sie an die Opéra National du Rhin in Straßburg im Rahmen der „Jeunes Voix du Rhin“ engagiert, wo sie ein breit gefächertes Repertoire interpretieren konnte. Seit der Spielzeit 2002/03 ist Julia Kamenik regelmäßig an der Oper Bonn zu hören. Große Erfolge feierte sie dort u.a. als Pamina, Antonia, Mary Lloyd („Die Herzogin von Chicago“ – E. Kálmán), Iphis („Jephta“ – G.F. Händel), Euridice, Rosalinde, Helena („A Midsummer Night’s Dream“ – B. Britten), Donna Elvira, Mimì, Marguerite („Faust“ – C. Gounod), Konstanze und zuletzt Fulvia ( „Ezio“ – G.F. Händel) sowie die Titelrolle in Jánáceks „Katja Kábánova“. Daneben gastierte sie an der Staatsoper Hannover in der Titelrolle von Mozarts „Zaide“ und als Marianne Leitmetzerin („Der Rosenkavalier“); am Staatstheater Nürnberg sowie am Theater Dortmund sang sie Micaëla in Bizets „Carmen“ und am Hessischen Staatstheater Wiesbaden Pamina, Rosalinde, Marguerite (unter Maestro Marc Piollet) und Donna Elvira. Mit der Rolle der Donna Elvira gastierte sie auch bei den Festwochen Gmunden in Österreich, und an der Komischen Oper Berlin sang sie zwei Saisonen die Rolle der Julia de Weert in Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“. In der Saison 2010/11 singt Julia Kamenik an der Oper Bonn Liù in „Turandot”, Baronin Freimann in „Der Wildschütz” und erneut Katja Kábánova. Neben der Oper tritt die junge Künstlerin häufig in Konzerten und Liederabenden auf. Zahlreiche Tourneen führten sie neben Österreich, Deutschland und Frankreich auch nach Italien, Slowenien, Japan und in den Libanon. Im September 2006 gab sie ihr Liederabend Debüt am Österreichischen Kulturforum New York und sang in der Kunsthalle Düsseldorf in „Die Schönheit der Schatten“ (szenisch-musikalische Hommage von Werner Schroeter). 2007 sang sie ein Konzert im Beethoven-Haus Bonn, und 2008 folgten konzertante Aufführungen von „Don Giovanni“ mit dem Het Gelders Orkest – unter anderem auch im Concertgebouw Amsterdam – wo Julia Kamenik wieder in der Rolle der Donna Elvira zu hören war. Im Bereich der Sakralmusik entstanden CD-Aufnahmen, wie das „Requiem“ von Antonio Salieri (Live-Aufnahme des Österreichischen Rundfunks in der Wiener Minoritenkirche) oder die „Petite Messe Solennelle“ von Gioacchino Rossini. |
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