Rita-Lucia Schneider – dramatischer Mezzosopran

Die vielseitige Mezzosopranistin Rita-Lucia Schneider startete ihre internationale Karriere 2002/03 an der Volksoper Wien als Anita in Philippe Arlauds Produktion der „West Side Story”. Seit dem hat sie ein Vielzahl an Partien verkörpert, und dabei entwickelte sich ihre Stimme in den letzten Jahren vom lyrischen zum dramatischen und Charakter-Mezzo.

Im Sommer 2011 sang sie ihre erste Venus in Wagners „Tannhäuser“ bei den Tiroler Festspielen Erl unter der Leitung von Gustav Kuhn, danach debütierte sie im Barocksaal Wien als Waltraute in Ausschnitten aus „Götterdämmerung“, und im Herbst debütiert sie am Theater Baden in „Eine Nacht in Venedig“. Weitere wichtige Rollendebüts der letzten Zeit waren Carmen am Slowenischen Nationaltheater Maribor, unter der musikalischen Leitung von Karen Kamensek, Santuzza und Eboli mit der Slovak Sinfonietta Žilina und Donna Elvira, welche sie erstmals 2009 auf Tournee durch Japan interpretierte.

In vorangegangenen Saisonen war sie vor allem als Titelheld in Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“ zu hören, den sie 2005 zum ersten Mal an der Staatsoper Danzig verkörperte. Bald wurde der Octavian zu einer ihrer Paraderollen, und sie interpretierte ihn in zahlreichen Theatern in Österreich, Deutschland, Frankreich, der Schweiz und zuletzt in Spanien. Eine weitere Partie, welche sie zu zahlreichen Erfolgen führte war Nicklausse/Muse in „Hoffmanns Erzählungen”, mit dem sie 2004 an der Städtischen Oper Stettin debütierte.

Im Charakterfach sind vor allem ihre Erfolge als Marquise de Berkenfield in „La fille du régiment” mit der Oper Klosterneuburg zu nennen, sowie ihr Debüt am Theater an der Wien als Jade Boucher in Jake Heggies „Dead Man Walking” und zahlreiche Interpretationen der Czipra in „Der Zigeunerbaron”, eine Rolle mit der sie an Theatern und bei Festivals in Österreich, Belgien und Holland gastierte. Weitere Engagements führten sie zu den Opernfestspielen St. Margarethen, den Opernfestspielen Stift Melk, den Schlossfestspielen Langenlois sowie ans Schlosstheater Schönbrunn und das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg, dessen Ensemblemitglied sie 2003/04 war.

Als Konzertsängerin eignete sich Rita-Lucia Schneider über die Jahre ein großes Repertoire an Liedern (Mahlers Rückert-Lieder, Wagners Wesendonk-Lieder), Oratorien (Händels Messiah, Dvořáks Requiem und Stabat Mater, Bachs Johannes- und Matthäus-Passion, sowie Mozarts und Verdis Requiem) und Messen an. Sie sang mit renommierten Orchestern, wie dem Tonkünstler-Orchester, dem Barockensemble der Wiener Symphoniker und dem Orquestra Nacional do Porto, und mit namhaften Dirigenten wie Gustav Kuhn und Franz Welser-Möst.

Rita-Lucia Schneider wurde in Wien geboren, und genoss sieben eine Ballettausbildung an der Royal British Dancing School in Wien. Sie studierte Gesang bei Hana Janku und später bei KS Walter Berry und Petra Chiba, und absolvierte Meisterkurse bei Hilde Rössel-Majdan sowie Franz Lukasovsky.


Rita-Lucia Schneider

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