Heidi Manser – Koloratursopran
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Heidi Manser wurde in Wolfsberg (Kärnten) geboren. Sie absolvierte einen Vorbereitungslehrgang für Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Helga Wagner, bevor sie am Konservatorium der Stadt Wien Sologesang studierte (Konzertfach und Oper). Daneben nahm sie privaten Unterricht bei KS Gottfried Hornik, KS Edith Lienbacher und derzeit bei Colleen Rae Holmes in Wien. Weiters besuchte sie Meisterklassen bei KS Gundula Janowitz, KS Ernst Haeflinger und KS Prof. Walter Berry, und ist Preisträgerin des internationalen Nico-Dostal-Gesangswettbewerbes. Besonders die Operette liegt der jungen Künstlerin sehr am Herzen. Mit Heinz Hellberg und der Operettenbühne Wien ging sie zunächst als Hannerl in Schuberts „Dreimäderl-Haus“, danach als Nené in Kreislers „Sissy“ auf große Europatournee. Im Laufe ihrer Karriere sang sie so unterschiedliche Rollen wie die Meisterin in Lehárs „Peter und Paul im Schlaraffenland” (Lübecker Komödien-Theater), Sora in Millöckers „Gasperone“ (Düsseldorfer Operette), Adele in „Die Fledermaus“ (Hamburger Kammeroper), Pauline in Offenbachs „Pariser Leben“ (Herbsttage Blindenmarkt), Lisa in „Gräfin Mariza“ (Operettenfestspiele Murau), Christel von der Post und erneut Nené, diesmal am Stadttheater Baden, wo sie auch in Fred Raymonds „Saison in Salzburg“ in der Rolle der Erika einen großen Erfolg feierte. Zuletzt sang sie Franziska Cagliari und Gräfin in „Wiener Blut” (Städtische Oper Stettin, Parktheater Augsburg) sowie Catarina Cornarini in Offenbachs „Die Seufzerbrücke” (Opernbühne Bad Aibling). Demnächst folgt Valencienne in Lehárs „Die lustige Witwe“ am Kongresszentrum Zürich. „Dabei konnte die gesanglich bestens geschulte Heidi Manser mit ihrem rund und weich geführten Sopran… überzeugen“. Mit diesen Worten bedachte die Zeitschrift „Das Opernglas“ Heidi Manser für die Darstellung der Lorette in „Der Vampyr“ von Peter Joseph von Lindpaintner (Opernbühne Bad Aibling). Weitere Opernraritäten waren die Rolle des Röschen in „Hieronymus Knicker” von Carl Ditters von Dittersdorf, Hannchen in Lortzings „Die Opernprobe” (beide Opernbühne Bad Aibling), Carolina in Cimarosas „Die heimliche Ehe“ und Sofia in Rossinis „Signor Bruschino“ (beide Sommeroper Schärding). Zuletzt debütierte sie beim Carinthischen Sommer in „Götter & Söhne”, einem Programm mit Opéras-minute von Darius Milhaud und sang Serpina in Pergolesis „La serva padrona“ in Schloss Hof. Im klassischen Repertoire feierte Heid Manser zahlreiche Erfolge als Olympia („Les contes d’Hoffmann“), Anna („Die lustigen Weiber von Windsor“), Oscar („Un ballo in maschera“), Marie („Die verkaufte Braut”), Gretel („Hänsel und Gretel“), Zerlina („Don Giovanni“), Königin der Nacht („Die Zauberflöte“), Susanna („Le nozze di Figaro“) und vor allem als Blondchen („Die Entführung aus dem Serail“), welches sie u.a. beim Lucerne Festival in der Schweiz sang. Aber auch in zeitgenössischen Opern-Produktionen war die vielseitige Künstlerin oft zu sehen. Sie sang in Philippe Boesmans’ „Wintermärchen“ (Neuen Oper Wien), in Anthony Davis’ „Tania“ (Musikwerkstatt Wien) sowie in Gerhard Schedls „Triptychon“ und Herbert Willis „Schlafes Bruder“ (beide Neuen Oper Wien). Neben zahlreichen Liederabenden (z.B. bei der Schubertiade) trat sie u.a. im Wiener Konzerthaus als Cherubino („Le nozze di Figaro“) und in der Musikhalle Hamburg mit der KlassikPhilharmonie unter Walter Gehlert auf. Zahlreiche Konzerte sang sie weiters mit der Donauphilharmonie Wien, mit der Jungen Philharmonie, den Bochumer Symphonikern und dem Plovdiv Philharmonic Orchestra – zuletzt sehr erfolgreich mit der Sopran-Partie in Carl Orffs „Carmina Burana“.
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