Julia Kamenik – jugendlich-dramatischer Sopran

Julia Kamenik wurde in Wien geboren. Bereits während ihrer Ausbildung startete die Künstlerin eine rege Bühnentätigkeit in Produktionen der freien Wiener Opernszene wie z.B. in „Stallerhof“ von Gerd Kühr oder als Gräfin in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“. Ihr Debüt im Operettenfach gab sie in der Titelrolle der „Madame Pompadour“ am Stadttheater Gießen, gefolgt von einem Engagement an der Wiener Kammeroper in der Robert Stolz Operettengala. In der Saison 2001/02 wurde sie dann, im Rahmen der „Jeunes Voix du Rhin“, an die Opéra National du Rhin in Straßburg engagiert, wo sie ein breit gefächertes Repertoire interpretieren konnte. Julia Kamenik ist weiters Gewinnerin zahlreicher Preise bei internationalen Gesangswettbewerben, wie dem Belvedere-Wettbewerb in Wien und dem Gesangswettbewerb Ferruccio Tagliavini in Deutschlandsberg.

Seit der Spielzeit 2002/03 ist Julia Kamenik regelmäßig an der Oper Bonn zu hören. Große Erfolge feierte sie dort u.a. als Pamina, Antonia, Mary Lloyd („Die Herzogin von Chicago“), Iphis („Jephta“), Euridice, Rosalinde, Helena („A Midsummer Night’s Dream“), Donna Elvira, Mimì, Marguerite, Konstanze, Fulvia („Ezio“) Liù, Micaëla, Baronin Freimann („Der Wildschütz”) und in der Titelrolle in Jánáceks „Katja Kábánova“. Daneben gastierte sie am Staatstheater Braunschweig, an der Staatsoper Hannover, am Staatstheater Nürnberg, am Theater Dortmund, am Staatstheater Oldenburg, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, wo sie als Pamina, Rosalinde, Marguerite (unter Maestro Marc Piollet) und Donna Elvira zu hören war sowie an der Komischen Oper Berlin, wo sie drei Saisonen die Rolle der Julia de Weert in Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“ interpretierte.

Julia Kamenik eröffnet ihre Spielzeit 2011/12 mit ihren Debüts beim Musikfestival Bern (Grigori Frids Monooper „Das Tagebuch der Anne Franck”) und beim Brucknerfest Linz mit dem Bruckner Orchester (Donna Elvira) . An der Oper Bonn singt sie u.a. Arminda in Mozarts „La finta giardiniera“, Frau Fluth sowie erneut Liù.

Neben der Oper tritt die Künstlerin häufig in Konzerten und Liederabenden auf, wie zum Beispiel in der Kunsthalle Düsseldorf (Die Schönheit der Schatten“ szenisch-musikalische Hommage von Werner Schroeter), im Concertgebouw Amsterdam (Donna Elvira), im Beethoven-Haus Bonn, im Barocksaal Wien und im Österreichischen Kulturforum Berlin. Ihr gefeiertes Liederabend Debüt in den USA gab sie am Österreichischen Kulturforum New York. Tourneen führten sie außerdem nach Frankreich,Italien, Slowenien, Japan und in den Libanon. Im Bereich der Sakralmusik entstanden CD-Aufnahmen, wie das „Requiem“ von Antonio Salieri (Live-Aufnahme des Österreichischen Rundfunks in der Wiener Minoritenkirche) oder die „Petite Messe Solennelle“ von Gioacchino Rossini.



Julia Kamenik

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